Erfahren Sie was die Energiewende im letzten Jahr bewirkt hat

Teil 1: Atomausstieg und Brückentechnologien

Am 30. Juni 2011, also vor ziemlich genau einem Jahr, sprach sich der Deutsche Bundestag endgültig gegen die Atomkraft und für die Energiewende aus und brachte weitreichende Beschlüsse auf den Weg.

Seitdem scheint vor allem eines klar zu sein:

Nichts ist klar! Denn viel hat sich seitdem – zumindest bezüglich der Vernetzung und Speicherung von in Spitzenzeiten erzeugter Energie – nicht getan.

Einzig und allein auf politischer Ebene gab es einschneidende Veränderungen: Alt-Umweltminister Norbert Röttgen wurde gefeuert und es kam Peter Altmaier.

Energiewende: Was hat sich im letzten Jahr getan?

Doch werfen wir doch einmal einen konkreten Blick auf das, was sich in den vergangenen 366 Tagen denn nun wirklich getan hat:

  1. Atommüllendlager: Das Thema, welches sich der ausgeschiedene Röttgen als Chefsache auf die Fahnen geschrieben hatte und an dem er ebenso gescheitert ist, wie schon mehrere seiner Vorgänger:
    Die Suche nach einem Atommüllendlager ist seitdem keinen Schritt weiter gekommen.Fest steht mittlerweile, dass die Schachtanlage Asse dafür nicht geeignet ist und die bisher dort eingelagerten, mehr als 140.000 Gebinde an schwach- und mittel-radioaktiv verseuchtem Material schleunigst an einen „sichereren“ Ort verbracht werden müssen.
  2. Atomkraft: Aktuell befinden sich noch neun Reaktoren am Netz.Diese sollen nach §7 des Deutschen Atomgesetzes nach und nach bis spätestens 31.12.2022 vom Netz genommen werden.
    Die acht ältesten Atommeiler wurden im August 2011 vom Netz genommen. Eine Wiederanschaltung eines dieser Anlagen als Reserve ist nicht mehr vorgesehen.
  3. Schaffung von Brückenkapazitäten: Zur Überbrückung der Phase vom Atomzeitalter ins Zeitalter der Regenerativen Energien sind andere Arten der Energieerzeugung notwendig, um eine ausreichende Stromversorgung gewährleisten zu können.
    Hierbei kommen vor allem Gas- und Kohlekraftwerke in Betracht. Derzeit befinden sich acht Kohlekraftwerke mit einer Spitzen-Leistung von etwa 8.400 Megawatt in Bau. Allerdings sind für mehrere dieser Vorhaben noch Gerichtsverfahren anhängig oder es fehlen noch Betriebsgenehmigungen.
    Weitere fünf Anlagen befinden sich in der Planungsphase, weswegen bei diesen Anlagen nicht mit einer Inbetriebnahme vor 2015 gerechnet werden kann. Mehrere andere Vorhaben mussten vor allen auf Grund fehlender Investoren eingestellt werden.
    Ein ähnliches Bild bietet sich bei den Gaskraftwerken. Die Firma HSE nimmt in diesem Jahr ein 500 Megawatt Gasturbinenkraftwerk in der Nähe von Darmstadt in Betrieb. Daneben sind aktuell nur drei im Bau befindlich. Diese sollen einmal rund 1.000 Megawatt an Bruttoleistung besitzen und könnten damit gerade einmal einen abgeschalteten Atommeiler ersetzen.
    Weitere 12 Gaskraftwerke befinden sich aktuell in der Planungsphase. Die wenigsten davon werden vor 2015 ans Netz gehen können.

Deutschland hängt den eigenen Ansprüchen bei der Energiewende hinterher

Die Atommüllendlagerfrage ist weiterhin ungeklärt, die acht abgeschalteten Atommeiler können bisher nicht adäquat durch neue Kohle- und Gaskraftwerke ersetzt werden, weswegen Deutschland verstärkt auf Atomstrom aus Frankreich und der Tschechischen Republik angewiesen ist.

Eigentlich ein Paradoxum, dass sich die zu sehr mit sich selbst beschäftigte Politik allerdings auch selbst zuzuschreiben hat.

Zudem muss ganz klar gesagt werden, dass einige Brücken-Projekte nicht angegangen werden können, weil dafür die Investitionen fehlen. Auch da könnte die Politik eingreifen, hat dies bisher aber nicht getan.

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Im nächsten Teil der First Mover Zwischenbilanz zu einem Jahr Energiewende in Deutschland, erhalten Sie einen Überblick über den geleisteten Ausbau der regenerativ erzeugten Energie der letzten 12 Monate.

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