Verblüffende Entdeckung auf der Geofora 2012

BohrköpfeAm 20. und 21. Juni 2012 fand unter dem Motto „Tiefer einsteigen, Zusammenhänge verstehen“ die Geofora, die Fachmesse für Bohrtechnik, Wassergewinnung und Geothermie statt.

Ort des Geschehens war dabei die nagelneue, noch nicht ganz fertige Freiheitshalle (Kostenpunkt 36 Millionen Euro) im oberfränkischen Hof an der Saale.

Vertreten waren dabei vor allem Unternehmen, die Bohrgeräte und Bohrköpfe für Bergbau- und Erkundungswesen herstellen, die Einzelteile und Systeme für die Gewinnung von Energie mittels Geothermie herstellen und Firmen, die sich auf den Bereich Brunnenbau spezialisiert haben.

Uneinheitliche Umsätze bei Bohrkopf-Herstellern

Für Sie als Mitglied der First Mover Community waren dabei vor allem die beiden erstgenannten Bereiche interessant.

So interessierte mich vor allem, wie es in Sachen Auftragslage bei den Bohrkopfherstellern aussieht, denn immerhin sind sie es ja, die von Schwankungen im Explorationsbereich besonders stark betroffen sind.

Während KARBO Karnebogen GmbH, einer der führenden Hersteller von RC-Bohrkernen (RC steht für Reverse Circulation und bedeutet so viel wie Spülbohrung, also Setzen eines Bohrlochs durch Zerstörung des Gesteins und Hochspülen mittels Wasser) in 2011 noch einen wahren Boom (vor allem in Kanada) verzeichnen konnte, laufen die Geschäfte in diesem Jahr eher schlecht.

RC-Bohrkerne der KARBO Karnebogen GmbH

RC-Bohrkerne der KARBO Karnebogen GmbH

Neuentwicklungen laufen besser

Etwas anders sieht es bei der niederländischen Eijkelkamp aus, die mit ihrem „Sonic Samp Drill“-Programm gleichbleibend gute Ergebnisse zu verzeichnen hat.

Beim Sonic Samp Drilling handelt es sich übrigens um eine Methode, bei der der Bohrring (zum Erhalt ganzer Bohrkerne) vibriert und sich nach Unternehmensangaben schneller durch das Gestein fortbewegen kann. So benötigt ein derartiger Bohrer für Granit nur etwa fünf Minuten für jeweils einen Meter.

Sehr interessant auch die Entwicklungen der Firma Spielhoff-Bohrwerkzeuge GmbH. Diese stellt so genannte Rollenmeißel her. Der größte misst sage und schreibe fast einen Meter im Durchmesser und wiegt stolze 1.500 Kilogramm. Im Bild sehen Sie ein bedeutend kleineres Exemplar.

Bohrkopf der Firma Spielhoff-Bohrwerkzeuge GmbH

Bohrkopf der Firma Spielhoff-Bohrwerkzeuge GmbH

Nischenanbieter gefragt

Die US-amerikanische MiSwaco präsentierte einen Separator, also ein Gerät, welches Metalle oder andere Rohstoffe aus klein zermahlenem Gestein herauslösen kann.

Separator der Firma MiSwaco

Separator der Firma MiSwaco

Mit dabei auch die Fugro Consult GmbH, ein Unternehmen, das unter anderem Umweltverträglichkeitsstudien, seismische Untersuchungen und geologische Vermessungsarbeiten für Bergbau-Unternehmen durchführt.

Fugro war übrigens das einzige Unternehmen aus dem Bergbau-Bereich, das seine diesjährige Umsatzentwicklung als ausgezeichnet bezeichnete. Eines der aktuellen Projekte ist das Dallol Potash Project in Äthiopien.

Geothermie konzentriert sich auf privaten Sektor

Bei den zahlreichen Geothermie-Unternehmen scheint man derweil in Schönheit zu sterben. So ist eines der anwesenden Unternehmen stolz darauf einen Weltrekord für Geothermieanlagen aus PE-Kunststoff aufgestellt zu haben.

Geothermieanlagen aus PE-Kunststoff

Geothermieanlagen aus PE-Kunststoff

Wie mir mehrere Unternehmensvertreter mitteilten, hat man die Realisierung größerer Geothermieprojekte längst eingestellt und konzentriert sich dagegen viel mehr auf das Privatkundengeschäft.

Neben den klassischen horizontalen Wendeln und den „Tiefenbohrungen“ bis in etwa 150 Meter Tiefe bietet die Firma REHAU auch eine Helixform an, die lediglich Bohrungen in bis zu fünf Meter Tiefe benötigt und vor allem dann zum Einsatz kommt, wenn wenig Platz vorhanden ist oder sich Tiefenbohrungen entweder nicht lohnen, oder auf Grund der Gesteinsbeschaffenheit nicht möglich sind.

Kohlenstoffbeschichtung verspricht hohe Bohrerlaufzeit

Kommen wir noch einmal auf das eingangs genannte Unternehmen Karnebogen zurück. Dieses bietet mittlerweile einen Bohrkopf an, der mit Bohrkronen besetzt ist, die wiederum mit Kohlenstoff bedampft wurden. Das Ganze nennt sich PCD, wobei es sich dabei um eine Art Karbonfaser handelt.

Auch wenn man mir dieses Prinzip nicht näher erklären wollte, vermute ich, dass dies in Richtung Graphen geht, einem Stoff, der aus Graphit gewonnen wird. Das eigentlich Interessante dabei ist, dass diese Bohrkronen beziehungsweise Bohrstifte statt vier Euro je Stück, 65 Euro je Stück kosten und sich viele große Bergbau-Unternehmen trotz dieses immensen Preisunterschieds darum reißen.

Im Folgenden ein Foto dieses Bohrkopfes. Dabei sind die äußeren Bohrstifte mit diesem Material bedampft. Den Unterschied bei der Abnutzung kann man gut im Vergleich mit den mittleren Bohrstiften erkennen.

Mit Kohlenstoff bedampfte Bohrkrone

Mit Kohlenstoff bedampfte Bohrkrone

Mehr zum Wundermaterial im First Mover

Verblüffend, oder? Ich werde an diesem Thema dran bleiben und versuchen, in der kommenden Ausgabe des First Mover mehr darüber zu berichten. Denn wie gesagt:

Diese Kohlenstoffbeschichtung erinnert stark an das „Wundermaterial“ Graphen, welches wir im First Mover thematisieren. Graphen könnte schon bald Kunststoff ablösen und dabei Effekte erzielen, von denen man aktuell nur träumt.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten, so biete ich Ihnen an, First Mover für drei Monate zu testen. Sie erhalten sofort meine Sonderanalyse zum Thema Graphit/Graphen und meinen absoluten Graphitfavoriten samt allen wichtigen Informationen.

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