Facebook-Börsengang – kaufen oder nicht kaufen?

In den vergangenen Tagen bin ich geradezu überhäuft worden mit Anfragen, was denn von dem (vermeintlich) anstehenden IPO des sozialen Netzwerks Facebook zu halten sei.

Gerade für First Mover wäre es doch buchstäblich ideal, von Anfang an bei Facebook dabei zu sein. Nunja, ganz so einfach ist es aus meiner Sicht nicht gerade.

Wäre man von Anfang an bei Facebook dabei gewesen, dann würde man jetzt wohl einen Haufen Gratisaktien erhalten, so wie die Gründer beziehungsweise Mitbegründer von Facebook.

Kaufen oder nicht kaufen – Das ist hier die Frage!

Doch unabhängig davon stellt sich bei Betrachtung der Fundamentaldaten schon die Frage, inwieweit ein anfängliches Investment in Facebook Sinn macht, oder ob man davon nicht doch lieber die Finger lassen sollte.

Wenig Substanz …

Rein Fundamentales gibt es von Facebook, einer Company, die in einem ersten Schritt immerhin fünf Milliarden USD erlösen will, nicht viel zu berichten. So gut wie kein Anlagevermögen, wenig Patente, Gebäude oder sonstiges Greifbares, was sich zu Geld machen lassen könnte.

Grundgerüst ist ein buchstäblich „virtuelles“ Netzwerk, welches nach eigenen Angaben rund 800 Millionen aktive User besitzt. Nicht mehr und nicht weniger. Diese 800 Millionen User generieren für Facebook momentan einen geschätzten Jahres-Umsatz von vier Milliarden USD, wovon etwa eine Milliarde bei Facebook als Gewinn hängen bleibt.

… trifft auf viel hätte, wenn und aber!

Nun steht also ein IPO über fünf Milliarden USD einem Jahresgewinn von einer Milliarde USD entgegen. Sieht auf den ersten Blick schon mal nicht schlecht aus, wenn’s dabei bleiben würde. Allerdings hatte das Unternehmen um Gründer Mark Zuckerberg ursprünglich ein IPO über 10 Milliarden USD geplant, worauf es wohl auch hinauslaufen würde, sofern das Interesse an einer IPO-Teilnahme bis zum geplanten Börsenstart irgendwann im Frühjahr oder Sommer dieses Jahres ansteigen sollte.

Keinerlei Angaben gab man von Seiten Facebooks dagegen über die Anzahl der auszugebenden Aktien und den Preis heraus. Auch hier will man wohl erst mal Reaktionen auf die unzähligen (bezahlten?) Hype-Berichte in den Massenmedien abwarten.

Zu hohe Bewertung angesichts wachsender Konkurrenz?

Doch kommen wir noch einmal auf die einzig fundamentalen Unternehmensdaten zurück: Vier Milliarden USD Umsatz und eine Milliarde USD Gewinn. Rechtfertigt das wirklich die oft kolportierten 100 Milliarden an Börsenwert? Oder müsste man diesen nicht eher im Bereich von 10 bis 20 Milliarden ansiedeln? Und: Inwieweit lassen sich Umsatz und Gewinn in den kommenden Jahren steigern? Denn eines ist auch klar: Die Konkurrenz schläft nicht!

Google konnte mit seinem eigenen Netzwerk Google Plus innerhalb weniger Monate 90 Millionen User gewinnen. Tendenz stark ansteigend. Und in den USA ist Facebook bereits an der Sättigungsgrenze angekommen, die User-Zahlen angesichts „unsozialer“ Maßnahmen wie etwa der Zwangs-Umstellung auf die neue Facebook Chronik, sogar leicht rückläufig.

Kasse machen oder Trumpf im Ärmel?

Es gibt nun also zwei Möglichkeiten: Entweder Facebook-Gründer Zuckerberg beabsichtigt kurz vor Toresschluss noch schnell Kasse zu machen. So wie etwa 2007, als die Plattform StudiVZ für 100 Millionen Euro verkauft wurde. Heute interessiert sich fast niemand mehr für die diversen VZ-Netzwerke.

Oder aber er hat einen Trumpf im Ärmel. So wie Google, das kurz nach seinem IPO die Werbungsverknüpfung AdWords präsentierte und damit seinen Umsatz und Börsenwert vervielfachte. Denn eines steht auch fest: Ohne neue, zündende Ideen wird sich auch Facebooks Entwicklung irgendwann einmal auslaufen.

Fazit: Viele Fragen offen!

Was bleibt sind weiterhin viele Fragen. Keine klaren Aussagen zu Aktienanzahl, Kurs und über den Selbstbehalt von Zuckerberg und seinen Kollegen. Zudem keinerlei Statements, wie das Problem der Zwei-Klassen-Aktien gelöst werden soll. Denn aktuell besitzen Zuckerbergs Anteile ein zehnfaches Stimmrecht gegenüber allen anderen, was ihm trotz lediglich 28 Prozent eigener Anteile mehr als 50 Prozent an Stimmrecht einbringt.

Meine persönliche Einschätzung ist die folgende: Facebook wird ausgelöst durch den enormen, einseitig berichteten Medien-Hype auf jeden Fall mehr als 5 Milliarden USD einnehmen. Danach wird der Kurs der Aktie sicherlich zunächst einmal beflügelt werden, weil jeder ein Stück vom Kuchen abhaben will. Bis die Blase irgendwann platzt.

Was ich persönlich nicht so ganz verstehe ist, dass man, gerade weil es sich bei Facebook doch um ein SOZIALES Netzwerk handelt, nicht jedem User eine Aktie schenkt. Natürlich nur durch vollständige Registrierung mit Namen, Adresse, etc. So hätten beide Seite etwas davon und der gläserne Facebook-User wäre endgültig Realität.

Ich werde Ihnen aufgrund oben geschilderter, fehlender Informationen, sowie Substanz nicht zum Kauf der Facebook-Aktie raten. Aus meiner Sicht gibt es aktuell weitaus bessere Anlagemöglichkeiten.

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