Welches Investment in Biogas Ihnen Gewinn bringt

Teil 5: Biomassekraftwerke – hohes Steigerungspotenzial durch Effizienzverbesserung und vermehrte Bioabfall-Nutzung

Auch bei auf Biomasse ausgerichteten Unternehmen finden sich nur sehr wenige, die überhaupt börsengelistet sind. Der einstmals größte Biogasanlagen-Hersteller Deutschlands, die Schmack Biogas AG musste in 2010 Insolvenz anmelden und ging teilweise in der Viessmann Gruppe auf. Seitdem hat die Biogasanlagen-Branche zwar stark an Dynamik gewonnen, Investmentmöglichkeiten sind aber dennoch Mangelware.

Zweierlei Steigerungspotenziale abzusehen

Dabei besitzt die Energieerzeugung aus Biomasse noch enormes Steigerungspotenzial. Das muss aber nicht gleichbedeutend mit der „Verbrennung“ von Weizen, Mais und anderen Lebensmitteln sein, was von Kritikern dieser Energieerzeugungsart immer gerne ins Feld geführt wird. Nein, vor allem bei der Effizienz des Vergärungsprozesses und bei der Menge der zur Verfügung stehenden Biomasse gibt es noch viel zu gewinnen.

Bessere Nutzung von Küchen- und Pflanzenabfällen

Der letztgenannte Punkt meint dabei die verstärkte Nutzung von Pflanzenabfällen und Küchenresten. Bei einer effizienteren Organisation des Kreislaufs der so genannten „Biotonne“ könnte ein Mehrfaches dessen für die Erzeugung von Biogas verwendet werden, als dies aktuell der Fall ist.

Effizienzsteigerung durch Verbesserungen beim Gärungsprozess

Bei der Stromerzeugung in Biogasanlagen hängt alles von einem möglichst optimal ablaufenden Gärungsprozess ab. Diese Gärung wird durch Mikroorganismen durchgeführt, die die Biomasse in Biogas umsetzen.

Bei jüngeren Forschungsprojekten erkannte man, dass Mikroorganismen durch die Zugabe von Spurenelementen schneller und besser arbeiten und die Ausbeute dadurch nachhaltig steigern können. Somit könnte aus Bio-Abfallstoffen bis zu 80 Prozent mehr an Biogas gewonnen werden. Desweiteren läuft die Vergärung bislang noch relativ unkontrolliert und damit auch wenig effizient ab.

Und: die zur Vergärung notwendigen Mikroorganismen sind noch immer nur bruchstückhaft erforscht. Und das sowohl bezüglich ihres Verhaltens als auch hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit bei jeweils verschiedenen Biomasse-Arten.

Direkte Beteiligungsmöglichkeiten können sinnvoll sein

Es existieren also noch enorme Steigerungsmöglichkeiten des Energieertrags bei Biomasse-Kraftwerken. Lösungsmöglichkeiten ließen sich auch noch in bereits laufende Biogasanlagen integrieren. Dennoch bietet die Branche – wie eingangs erwähnt – nur sehr wenige Investmentmöglichkeiten.

Anleger, die sich für ein Investment in den Biomasse-Sektor interessieren, sollten sich nach neu geplanten Biogasanlagen in ihrer Nähe erkundigen. Denn in diesem relativ engen Sektor ist eine direkte Beteiligung wohl am sinnvollsten. Man sollte jedoch unbedingt darauf achten, dass man nicht nur an den Erträgen der Biogasanlage oder eines Blockheizkraftwerks beteiligt ist, sondern möglichst Mit-Eigentümer der Anlage wird.

Ähnlich wie bei einer direkten Beteiligung an einer Windkraftanlage (so genanntes Bürger-Windrad), legt man sein Geld so nämlich in erster Linie in einen Sachwert an, was in Zeiten zu erwartender Inflationsgefahr durchaus von Vorteil sein kann.

Übrigens: Informationen über ein „Wundermaterial“, welches der gesamten Branche zu einem zweiten Frühling verhelfen könnte, finden Sie in der aktuellen Ausgabe des First Mover.

Welche Meinung haben Sie zu Investitionen in Biomasse-Kraftwerke? Halten Sie diese Energieerzeugungsform gar für ethisch und moralisch nicht vertretbar? Oder könnten sie sich eine Investition in einen derartigen Betrieb durchaus vorstellen? Ihre Meinung interessiert mich sehr!

Mehr zu weiteren Investmentmöglichkeiten im nächsten Teil unserer Serie Erneuerbare Energie – wo lohnt es zu investieren und wo nicht?

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