Offshore-Windenergie: Chance zum investieren?

Der europäische Windenergiebereich ist derzeit einer der großen Wachstumssektoren und dürfte es auch auf Jahre hinaus bleiben. Doch Windenergie ist nicht gleich Windenergie, genau wie es verschiedene Möglichkeiten gibt, Öl zu fördern.

Während der Bau von Windkraftanlagen auf dem Land für jedermann sichtbar ist, findet der Bau von Offshore-Windparks, also von Windparks auf der See, weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit statt. Der erste Offshore-Windpark in der deutschen 200-Seemeilen-Zone „Alpha Ventus“ ist dutzende Kilometer von der Nordseeküste entfernt. Und gerade die Offshore-Windparks können sich für Anleger als sehr interessante Investmentchance erweisen.

Alpha Ventas: Pionier im deutschen Offshore-Bereich

Exemplarisch für die Offshore-Windparks, die derzeit gebaut oder geplant werden, mag „Alpha Ventus“ stehen. Der Park befindet sich 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum und besteht aus zwölf Windturbinen von Areva (ISIN FR0011027143) und REpower Systems (ISIN DE0006177033) mit einer Leistung von jeweils 5 Megawatt (MW).

„Alpha Ventus“ wird gemeinsam von EWE, E.ON (ISIN DE000ENAG999) und Vattenfall betrieben. Mit einem Unterseekabel ist der Windpark an das deutsche Energienetz angeschlossen. Offshore-Parks verfügen gegenüber ihren Pendants an Land den Vorteil, dass der Wind deutlich gleichmäßiger und stärker weht. Im November 2009 wurden die Arbeiten abgeschlossen und seit April 2010 ist „Alpha Ventus“ offiziell in Betrieb.

In den ersten neun Monaten des Betriebs wurden 190 Gigawattstunden Energie generiert. Damit wurde der Planwert um fünf Prozent übertroffen. Ursprünglich war ein jährlicher Energieertrag von rund 220 Gigawattstunden erwartet worden. Eine hohe Ausbeute ist allerdings auch nötig, denn die Errichtung von „Alpha Ventus“ hat insgesamt 250 Mio. Euro gekostet, wovon die EU-Kommission 30 Mio. Euro übernommen hat. Ferner wird das Projekt vom Bundesumweltministerium gefördert.

Querschnitt einer Windenergieanlage

Bundesregierung will bis 2030 bis zu 75 Mrd. Euro investieren

Das Testfeld „Alpha Ventus“ ist allerdings erst der Anfang einer langen Entwicklung. Denn die Offshore-Windenergie soll einen großen Anteil an der Energiewende einnehmen. Die Bundesregierung will bis 2020 auf See Anlagen mit 10.000 MW bauen lassen. Bis 2030 gelten 25.000 MW Kapazität als möglich. Dafür sollen bis 2030 insgesamt etwa 75 Mrd. Euro im deutschen Offshore-Bereich investiert werden. Um das Potenzial einmal einzuordnen: Derzeit sind vor deutschen Küsten 54 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von lediglich 210 MW installiert. Es ist klar, dass die daran beteiligten Branchen enorm von der Investitionswelle profitieren werden.

Energiekontor AG: Offshore-Kompetenz aus Bremen

Eines dieser Unternehmen ist die Energiekontor AG (ISIN DE0005313506). Das Bremer Unternehmen plant und errichtet Onshore- und Offshore-Energieparks und betreibt konzerneigene Windparks. Im Offshore-Bereich ist Energiekontor seit Jahren an der Entwicklung von drei deutschen Parks in der Nordsee beteiligt. An diesen Standorten ist die Errichtung von insgesamt 700 MW Leistung vorgesehen.

Derzeit wird das allgemeine Geschäftsumfeld durch die europäische Schuldenkrise eingetrübt. Die langfristigen Geschäftsaussichten von Energiekontor sind allerdings auch davon abhängig, wie sich die Vergütungsregelungen, Ausschreibungsverfahren, die staatlichen Investitionspläne und das regulatorische Umfeld in Zukunft darstellen werden.

Obwohl die Chancen im Offshore-Bereich langfristig enorm sind, könnten sich die Aussichten aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kurz- bis mittelfristig erst einmal verdüstern. Was denken Sie? Sehen Sie bei einem Investment in den Offshore-Bereich mehr Risiken oder Chancen?

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