Investments in Windenergie – nur ausgewählte Werte empfehlenswert

Neue Artikel-Serie zum Thema Erneuerbare Energie – wo lohnt es zu investieren und wo nicht?

Teil 2: Investments in Windenergie – nur ausgewählte Werte empfehlenswert

Im ersten Teil meiner Kurzanalyse zum Thema Investments in die so genannte Energiewende hatte ich Ihnen von Anlagen in den Solarbereich weitestgehend abgeraten. Die naheliegendste Alternative stellt natürlich der relative Newcomer „Windenergie“ dar. Wenn ich aus meinem Bürofenster blicke, sehe ich insgesamt 16 Windkraftanlagen, wobei allein zwölf davon in den vergangenen Monaten gebaut wurden beziehungsweise noch in Bau sind. Eine wahre Steigerungsexplosion mag man da meinen. Doch auch hier ist nicht alles Gold was glänzt.

Windanlagenmarkt noch stark zerklüftet

Sieht man sich einmal den Markt für Windanlagenbau an, so merkt man schnell, dass es hier (noch) keinen absolut herausstechenden Marktführer gibt. Neun Unternehmen teilen sich 75 Prozent des Gesamtmarktes auf. Der aktuelle „Marktführer“ ist Vestas aus Dänemark mit einem Marktanteil von rund 12,5 Prozent, dicht gefolgt von der US-amerikanischen GE Wind mit 12,4 Prozent. Auf Platz fünf befindet sich der größte deutsche Hersteller Enercon. Drei der neun größten Hersteller stammen aus China. Damit ist das Reich der Mitte im Windanlagenbau noch nicht ganz so stark wie etwa bei den Solarmodulen. Das hängt vor allem noch mit Qualitätsproblemen zusammen.

Windanlagenbauer auf absteigendem Ast

Doch auch die Riege der Windhersteller hat bereits jetzt mit gewissen Sättigungseffekten zu kämpfen. Sättigungseffekt meint hier nicht unbedingt die Anzahl der neu installierten Anlagen beziehungsweise deren Kapazität, sondern vielmehr die Anzahl der Anlagenbauer und deren Aktienkurse. Viele Windanlagenhersteller mussten bereits Insolvenz anmelden und/oder wurden von größeren geschluckt. Noch ist dieser Konsolidierungsprozess nicht abgeschlossen, die Kurse der etablierten Hersteller lassen aber bereits eine deutliche Tendenz hin zu weiteren Zusammenschlüssen erkennen. So hat der Marktführer Vestas vom Allzeithoch Mitte 2008 etwa 90 Prozent verloren, die chinesische Sinovel etwa 75 Prozent. Enercon ist nicht börsengelistet. Es ist aber fraglich, ob man ohne größere Kapitalbeschaffungsmaßnahmen noch lange im Konzert der Großen mitspielen wird können.

The sky ist the remaining limit

Die Hauptgründe für den schon jetzt überschrittenen Kurszenit liegen neben den bereits genannten Sättigungseffekten vor allem in der noch immer mangelnden Akzeptanz der Windkraft in großen Teilen der Erde und in der mangelnden Entwicklungsmöglichkeit der Anlagen. China steigert zwar die Anzahl seiner Anlagen Jahr für Jahr, setzt aber vermehrt auf Stromerzeugung aus Nuklearanlagen. Technisch gesehen ist man im Windanlagenbau ebenfalls bereits an einem Punkt angekommen, an dem es nicht mehr viele Steigerungsmöglichkeiten zu geben scheint. Das Motto lautet dabei seit einigen Jahren: immer höher hinaus! Denn als grobe Faustregel gilt: je größer die Höhe der Anlage, desto stärker und regelmäßiger der Wind.

Ein weiterer entscheidender Grund ist die mangelnde Förderung kleinerer Anlagen zum Eigenbedarf, wie etwa bei den Photovoltaik-Modulen. Noch immer geistert in den Köpfen der Bevölkerung herum, dass Windanlagen im Garten krank machen würden. Dabei ist es beispielsweise in Bayern so, dass man bis zu einer Gesamthöhe von acht Metern nicht einmal eine Genehmigung zur Aufstellung eines entsprechenden Windrades benötigt. Übrigens: jeder Farmer in den USA besitzt schon seit 100 Jahren ein Windrad um damit Energie zu erzeugen oder umzuwandeln!

Fazit: Neue Ideen braucht das Land!

Die Steigerungsraten im Bereich von Windkraftanlagen sind zahlenmäßig durchaus noch vorhanden, immerhin sind Windanlagen allgemein als ergiebiger als Photovoltaikmodule zu bezeichnen. Außerdem bieten vor allem Offshore-Standorte noch hohe Steigerungspotenziale, ob dies die Kurse der börsengelisteten Windanlagenbauer jedoch nachdrücklich beflügeln wird, bleibt fraglich. Ich halte deswegen Investitionen in die etablierten Windanlagenbauer nicht für sinnvoll. Interessant wäre ein Börsengang von Enercon oder aber auch von Enertrag, einem Unternehmen, das die Bereiche Energiegewinnung durch Windkraft und Netzausgleich zu verknüpfen versucht. Außerdem hat man ein Hybridkraftwerk zur Stromspeicherung in Form von Wasserstoff entwickelt. Mehr dazu in einem der nächsten Teile unserer Serie Erneuerbare Energie – wo lohnt es zu investieren und wo nicht?

Übrigens: Inwieweit Investitionen in Windenergieparks oder anders gesagt in Windfonds sinnvoll sind, ist aktuell fraglich, vor allem auch deswegen, weil die angebotenen 7 bis 12 Prozent an jährlicher Rendite bei einer zu erwartenden Steigerung der Inflationsrate in den kommenden Jahren schnell aufgefressen werden könnten.

Übrigens: Informationen über ein „Wundermaterial“, welches der gesamten Branche zu einem zweiten Frühling verhelfen könnte, finden Sie in der aktuellen Ausgabe des First Mover.

Welche Meinung haben Sie zu den etablierten Windanlagenbauern? Sind Sie (noch) investiert und suchen nach einer Alternative? Wo lohnen sich Ihrer Meinung nach eher Investments in Stromerzeuger? Oder gibt es Investments, die nur indirekt mit der eigentlichen Stromerzeugung zu tun haben und gerade deshalb bessere Performance-Chancen bieten? Ihre Meinung interessiert mich sehr!

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4 Gedanken zu “Investments in Windenergie – nur ausgewählte Werte empfehlenswert

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