Eurokrise: Deutschlands Enteignung nur ein Fake?

Wow, der Ausverkauf Deutschlands scheint ja noch viel schneller näher zu rücken als vermutet.

Wie sonst ist der Wille der europäischen „Freunde“, die deutschen Goldreserven anzuzapfen, zu verstehen? Oder der Versuch, die Bundesbank unter die Kontrolle der EFSF zu stellen?

Inseln könnt ihr behalten, Gold nehmen wir gern!

Wenn man sich mal überlegt, dass man damit gerade einmal etwa 15 Milliarden Euro generieren könnte, was ein absolut lächerlicher Betrag ist, wenn man sich die Summen ansieht, die bisher schon nach Griechenland transferiert wurden oder die der EFSF zur Verfügung stehen, dann kann man das auch gleich sein lassen und den Deutschen ihre paar Goldbarren ruhig lassen.

Übrigens: bei diesem Vorschlag geht es jetzt erstmals nicht mehr um Papier, sondern um einen Sachwert! Ich möchte in diesem Zusammenhang nochmals darauf hinweisen, dass zu Beginn der Griechenland-Krise einmal der Vorschlag gemacht wurde, dass die Griechen zur Tilgung ihrer Schulden doch eine oder zwei ihrer Inseln verticken sollen. Dieser Vorschlag wurde damals – zu Recht – als lächerlich abgetan. Also was soll der Quatsch jetzt mit den deutschen Goldbarren?

Diese liegen übrigens zum Großteil in Fort Knox, unter der New Yorker Central Station oder wer-weiß-wo. Und ob sie wahrhaftig dort noch liegen, das kann auch nicht mehr als sicher angesehen werden. Denn große Teile davon dürften längst von den Zentralbanken an Bullionbanken verleaset worden sein und diese dürften das physische Gold längst an Sie, mich, die Chinesen, den Papst, oder wer-weiß-wen verkauft haben.

Unabhängig davon, dass der Goldmarkt mit Futures künstlich unten gehalten wird, um geleastes Gold überhaupt wieder zurückkaufen zu können, et cetera pepe, bezweifle ich mal, dass das Gold der Deutschen Bundesbank überhaupt noch dort ist, wo es sein soll.

G20-Partner wollen Deutschland prellen

Fast schon noch dreister war – neben dem Versuch, die (wahrscheinlich eh nicht mehr existenten) deutschen Goldreserven abzustauben, der Versuch, Deutschland um die Unabhängigkeit der Bundesbank zu berauben. Denn nichts anderes versuchten die Euro-Partner am Wochenende beim G20-Gipfeltreffen.

Die (nicht „der“, wie manch unwissender „Wirtschaftsexperte“ von Spiegel, Focus und Co immer schreibt) EFSF sollte nämlich durch die Hintertür aufgestockt werden. Dies gerade einmal drei Wochen, nachdem man die Aufstockung auf 440 Milliarden Euro auch in der Slowakei noch ratifiziert hatte. Das bedeutet nichts anderes, als die den Herren Finanzminister schon nach drei Wochen die Hosen gestrichen voll haben!

Umso mehr stinkt es zum Himmel, dass man der EFSF jetzt quasi noch die Bundesbank einverleiben wollte. Und das geht so: Der IWF, kann sich normalerweise von den Notenbanken seiner Mitgliedstaaten Geld besorgen, indem er diesen sogenannte Sonderziehungsrechte einräumt.

Die EFSF sollte nach dem Willen einiger, doch recht kreativer „Experten“ eine Zweckgesellschaft gründen, die Banken und anderen Gläubigern Staatsanleihen von Pleiteländern abkaufen kann. An diese Zweckgesellschaft sollten dann die Notenbanken der IWF-Mitgliedstaaten ihre Sonderziehungsrechte verpfänden.

So hätte man sich nochmal rund 15 Milliarden aus Deutschland besorgen können und hätte die „Rückzahlungsrechte“ auch noch an die Zweckgesellschaft der EFSF abtreten sollen. Die Unabhängigkeit der Bundesbank wäre damit faktisch weg gewesen.

Das Interessante darin ist, dass wenn nicht Bundesbank-Präsident Weidmann auf den Tisch gehauen und sein Veto eingelegt hätte, Frau Merkel diesen Taschenspielertrick – entweder aus Unwissen, oder weil sie dachte, dass dieser „wie immer“ ohne groß an die Öffentlichkeit zu gelangen durchgehen würde, durchgewunken hätte.

Alles nur Fake?

Es stellt sich die abschließende Frage, inwieweit derartige Schritte überhaupt durchsetzbar sind und ob sie von den Euro-Finanzministern überhaupt gewollt sind.

Ich tendiere mittlerweile eher dazu zu sagen, dass es sich dabei lediglich um einen Test handeln könnte, wie der Markt reagiert und ob man einen solchen Weg weiter verfolgen sollte, oder nicht. Ein paar ausführlichere Gedanken dazu werden Sie in der kommenden Ausgabe des First Mover vorfinden.

Auf der Edelmetallmesse in München wurden dazu einige sehr interessante Aussagen getroffen, die ich Ihnen nicht vorenthalten will. Mich würde dennoch gerne Ihre Meinung dazu interessieren.

Sollte Deutschland seine Goldreserven abgeben, damit Griechenland seine Inseln behalten kann? Darf sich die „Krake“ EFSF die Bundesbank einverleiben? Oder ist alles gar komplett nur fake, um auszutesten, wie der Markt darauf reagiert?

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4 Gedanken zu “Eurokrise: Deutschlands Enteignung nur ein Fake?

  1. Deutschland darf seine Goldreserven nicht abgeben, sonst verliert es noch den Rest der Eigenständigkeit (ein Land ohne eigene Währung ist ohnehin nicht mehr selbständig). Deutschland muss seine im Ausland lagernden Goldreserven zurückfordern, so wie es jetzt in der Schweiz von der SVP gefordert wird). Nur Sachwerte im eigenen Land sind eigentumsgesichert. Leider ist die “Grande Nation” Frankreich immer noch eifersüchtig auf Deutschland und will es weiter entmachten. Damals, als die Franzosen Mitterrand und Delors den Bundeskanzler Kohl umgarnten, bis dieser die DM aufgab (damals die seriöseste Währung weltweit), hatte Frankreich eben die schlaueren und intelligenteren Politiker, wie jetzt. Ich würde Frau Merkel zum Teufel wünschen.

    • Sehr geehrter Herr Scherrer,
      ich glaube, Sie haben den Nagel wahrlich auf den Kopf getroffen. Wie wir ja erst unlängst sehen konnten, ist unsere politische Kaste mittlerweile derart degradiert, dass sie nicht einmal erkannt, um was es bei der EFSF-Aufstockung überhaupt geht. Und Merkel zum Teufel zu wünschen? – Naja, wenn sie Schäuble mitnimmt, dann wäre das durchaus akzeptabel.

  2. Die Vermutung Herrn Roedels, daß die rund 3000 Tonnen Goldreserven
    Deutschlands (auch die der USA) verliehen sind, geistert schon längere
    Zeit durch die Hirne (zurecht) skeptischer Finanz-Denker. Beim Silber
    dürfte das Ausmaß noch dramatischer sein. Große Mengen leerverkauftes
    Silber sind wahrscheinlich physisch überhaupt nicht vorhanden.
    Zum Thema unabhängige Bundesbank ist zu vermerken: Früher führten
    Mächte, die in finanzielle Schieflage gekommen waren Raubzüge per
    Plünderungs-Krieg gegen Wohlhabende (siehe Karl der Große in den
    Feldzügen gegen die Awaren) oder die Ausraubung Mittel- und Südamerikas durch die Spanier)(Reparationszahlungen an das siegreiche Deutschland nach 70/71). Jetzt scheint politischer Druck auszureichen, um beispielsweise die BRD zu plündern. Herrn Weidmann sei großer Dank für seinen Widerstand. Unser völlig unaufgeklärtes Volk versteht von all den Vorgängen leider nichts. Der große sichere Hafen ist für die meisten immer noch unser Fiat-Money.
    Interessant wäre noch, was nach einem Zusammenbruch von Papier-
    währungen geschehen wird. Gold-und Silberverbot ? Zwangshypotheken
    auf Immobilien ?

  3. Leider sieht es so aus als ob unsere Politiker, wahrscheinlich ferngeleitet von den bedrängten Bankern sich auf jedes halsbrecherische Abenteuer einstimmen lassen.Haben denn eigentlich diese Damen und Herren mit zusammen ihren Beratern überhaupt eine Ahnung von dem Gelände auf dem sie sich bewegen, und den Folgen den sie ihren Wählern damit aufbürden?
    Ein Politiker sollte durch bedingt durch seine Berufung nur auf das Wohl seine Volkes schauen und danach handeln; wenn andere unausprechliche Interesssen seine Taten bestimmen, bin ich für die Guillotine. Damit ist das Thema ausgestanden. Bin ich hiermit politisch unkorrekt?