Schweiz tritt dem Euro-System bei

Es ist mittlerweile schon recht interessant zu beobachten, welch schauerliche Blüten die Euro-(und USD-)Krise so zum Vorschein bringt.

Da hätten wir allen voran die so stolzen Schweizer, die in den vergangenen Wochen und Monaten auf Euro-Land herabgeblickt haben, wo doch ihr Schweizer Franken der absolute Fels in der Brandung war. Der Franken wurde als das Non-Plus-Ultra gepriesen, als sicherer Hafen, viel besser als das schnöde Gold und das noch schnödere Silber.

Doch aus viel Sein wurde mehr und mehr Schein, der Franken wurde auf Währungsseite zum Spekulationsobjekt Nummer 1. Alle Welt, so schien es, wollte unbedingt in den sicheren Franken fliehen. Dieser stieg und stieg, alles schien perfekt. Doch halt, woher kamen eigentlich immer die Scharen an Touristen, die die Westalpen sonst im Sommer überfluteten und wohin liefert die Schweizer Wirtschaft nochmal ein Gros ihrer Produkte?

Genau, die Antwortet lautet aus dem beziehungsweise in den Euro-Raum. Doch aus dem flohen ja gerade alle währungstechnisch in die Schweiz. Der Schweizer Franken explodierte geradezu im Gegensatz zum Euro. Die Schweizer Exportwirtschaft brach ein, teilweise, wie etwa im Maschinenbau, um bis zu 40 Prozent.

Der Schuss ging also kräftig nach hinten los. Was will ich mit meiner vermeintlich sicheren und starken Währung, wenn mir dann aber eventuell mein Arbeitsplatz wegbricht?

Die Schweizer Nationalbank reagierte und trat postwendend dem Euro-Raum bei. Gut liebe Schweizer, natürlich nicht direkt, aber indirekt dann doch. Denn anders ist die verkündete Koppelung des Franken an den Kurs des Euro nicht zu interpretieren.

Es stellen sich nun zwei Fragen: Bringt eine Koppelung des Franken an den Euro im Verhältnis 1,20 zu 1 überhaupt was? – Denn immerhin liegt man mit diesem Wechselkurs noch weit über dem durchschnittlichen Wechselkurs der vergangenen drei Jahre der bei etwa 1,40 liegt.

Und die zweite Frage lautet: Was wird diese Maßnahme die Schweizer Steuerzahler kosten? Einige hundert Milliarden Franken? Wenn ja, wie lange werden die Schweizer sich das gefallen lassen?

Und dann stellt sich noch die Frage danach, ob die Schweiz mit dieser Aktion nicht vielleicht sogar schneller in die Inflationsfalle rutscht als der Euro-Raum selbst.

Ach, man hat‘s schon nicht leicht, wenn man dem Euro-Raum beitritt …

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Ein Gedanke zu “Schweiz tritt dem Euro-System bei

  1. It all demonstrates that blind belief in currencies leads nowhere and will never lead anywhere until politicians and central bankers stop expanding currencies when there are no assets to back the expansion.