Hat erneuerbare Energie aus Wasserkraft bei uns eine Zukunft?

Die Energiewende muss kommen, darüber sind sich mittlerweile (fast) alle einig. Die Atomkraft birgt Sicherheitslücken, Kohle, Erdöl und auch Gas sind ein Relikt aus der Zeit der Industrialisierung und diverser Wirtschaftswunder.

All diese Energieerzeuger waren und sind noch immer zu billig um von ihnen loszukommen. Und dennoch müssen wir es in Deutschland wohl wagen. Denn vor allem die fossilen Ernergieträger Öl und Kohle verursachen nicht nur dicke Luft, sondern werden auch für die sich abzeichnende Erdeerwärmung in Verbindung gebracht und die wird die Menschheit in Zukunft wohl Billionen von Euro, Dollar (vielleicht sogar Goldmark) kosten.

Das scheinheilige Image der Wasserkraft

Energiewende ja, aber wenn dann bitte doch die richtigen Energieerzeuger. Was ist jetzt aber richtig und was falsch? Nehmen wir einmal die erneuerbare Energie aus Wasserkraft. Supersicher und Supersauber! Zumindest die Wasserkraftwerke, die schon bestehen.

Doch bitte nicht noch mehr! Weitere könnten ja die Umwelt verschandeln, Fische von ihren Laichgründen abschneiden und was weiß noch alles. Und dieser Drei-Schluchten-Staudamm, in China, der ist ja sowieso Teufelswerk!

Wasserkraft als Propaganda aus China?

Sie sehen, die wohl klassischste Form der erneuerbaren Energien hat ein etwas zwei gespaltenes Image inne. Man könnte das Ganze auch als „scheinheilig“ bezeichnen, wenn man wieder einmal einen Mainstream-Medien-Propaganda-Bericht über China zu sehen bekommt, in dem der Drei-Schluchten-Staudamm, der immerhin 16 Atomreaktoren ersetzt, als menschenverachtendes Monstrum deklariert wird.

84 Milliarden Kilowattstunden an sauberem Strom liefert allein dieser Damm jährlich, was in etwa einem Siebtel der pro Jahr in Deutschland verbrauchten Strommenge entspricht. Und: bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 50 Prozent lassen sich damit annähernd 170 Millionen Tonnen Kohle jährlich einsparen.

Wasserkraft als Stromspeicher

Auf der einen Seite wird die Wasserkraft immer als ökologische Stromerzeugungsmethode gelobt. Auf der anderen Seite aber auch wegen ihrer teils immens notwendigen Eingriffe in die Natur verteufelt.

Die landläufige Meinung vieler Verbraucher in Deutschland besteht darin, dass Strom möglichst nichts kosten darf, die Umwelt nicht beeinflussen darf und darüber hinaus auch noch keine Folgeerscheinungen (wie etwa strahlenden Atomschrott) hinterlassen darf. Da ist die Wasserkraft natürlich furchtbar ungeeignet.

Einzig und allein ihre Möglichkeiten hinsichtlich der Stromspeicherung macht die Wasserkraft interessant. Stromspeicherung meint in diesem Zusammenhang, dass während der Zeit, in der wenig oder gar kein Strom gebraucht wird, der überschüssige Strom bei Wasserkraftwerken zum Pumpen des Wassers in höhere Reservoirs genutzt werden kann. Doch auch die Nutzung der Wasserkraft als Energiespeicher ist höchst umstritten.

Fazit

Die Wasserkraft als Energieerzeuger trägt in Deutschland gerade einmal 3,2 Prozent zum gesamten Energiemix bei. Die Steigerungsmöglichkeiten tendieren dabei gen Null. Denn die allermeisten geeigneten Standorte für weitere Wasserkraftanlagen sind bereits bebaut. Neue Projekte scheitern entweder an der mangelnden Effizienz des jeweiligen Standorts oder an Bürger- und Umweltinitiativen, die zu große Eingriffe in die Natur befürchten.

Die Wasserkraft bietet jedoch neben der Energieerzeugung aus Biomasse als einzige regenerative Energieform die Möglichkeit der Steuerung der erzeugten Menge. Ein Umstand, der zwar deutsche Umweltschützer nicht sonderlich jucken wird, der in Zukunft aber neben den Stromspeichersystemen ein entscheidender Faktor innerhalb eines europäischen Energienetzes sein dürfte.

Die starken Energieschwankungen der Photovoltaik und der Windkraft könnten dann mittels Wasserkraft ausgeglichen werden. Dies dann aber wohl von Norwegen oder sonst wo aus, denn für Wasserkraftwerke ist in Deutschland ja leider kein Platz mehr.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema? Müssen nicht auch in Deutschland Opfer gebracht werden, um von Kohle, Öl und Uran wegzukommen? Oder geht uns diese Frage erst dann was an, wenn der Preis für eine Kilowattstunde Strom bei einem Euro liegt und wir stundenweise ohne Licht und Heizung auskommen müssen, weil gerade windstille Nacht herrscht?

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