Euro-Raum und USA künftig Vasallenstaaten Chinas?

China scheint seinem Ziel, den Euro-Raum und die USA zu chinesischen Provinzen zu machen, ein weiteres Stück näher zu kommen.

Gut, das ist vielleicht ein bisschen drastisch ausgedrückt.

Sagen wir einfach, dass der Weg für den Euro-Raum und die USA hin zum Status chinesischer Vasallenstaaten nicht mehr allzu weit sein dürfte (der erste Schritt wurde ja bereits vor vielen Jahren bereitet, indem man China einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gab und dem Reich der Mitte damit ein Vetorecht für alle wichtigen Entscheidungen einräumte). Denn jetzt geht’s ans Eingemachte: ans Geld!

China, das ja bereits seit einigen Jahren der mit Abstand größte Gläubiger der USA ist und seit etwa zwei Jahren immer mal wieder Staatsanleihen überschuldeter Euro-Staaten wie Griechenlands oder Portugals aufkaufte und sich dafür lukrative (Bau-)Projekte oder Zusagen sicherte, will jetzt den Euro-Raum und die USA vor dem Kollaps retten.

Flimmerte zunächst bereits Ende vergangener Woche die Nachricht über den Schirm, dass Italien förmlich darum betteln würde, China Staatsanleihen andrehen zu dürfen, so scheint das Reich der Mitte nun endgültig seine Chance zu wittern und eventuell sogar noch größer in den europäischen und US-amerikanischen Finanzsektor investieren zu wollen.

Doch warum will China sein sauer er“dumptes“ Geld in Staatsanleihen stecken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann wertlos werden?

So ganz ohne Hintergedanken passiert das natürlich nicht. Im Falle der USA will man wohl vor allem verhindern, dass die bereits getätigten Investitionen wertlos werden. Dafür wirft man dann gern schlechtem Geld noch schlechteres hinterher. Außerdem will man erreichen, dass die USA ihr de fakto bestehendes Embargo für chinesische Billig-Produkte wieder lockern.

Bei den Euro-Staaten spielen vielfältige Gründe eine Rolle. Im Falle von Griechenland und Portugal geht es vor allem um lukrative Geschäfte bei von den Euro-Staaten immer wieder geforderten Privatisierungen. Vor allem am Hafen von Piräus scheinen die Chinesen interessiert zu sein.

Bei Griechenland und weiteren großen europäischen Nationen geht es wohl vielmehr um Prestige und politische Zugeständnisse. So würde man es in Peking gerne sehen, wenn man endlich auch von den Europäern als marktwirtschaftlich ausgerichteter Staat anerkennt werden würde. Außerdem dürfte man darauf abzielen, das seit 1989 geltende EU-Waffenembargo zu Fall zu bringen.

Es stellt sich nun die Frage, welche Wahl den Europäern überhaupt bleibt. Können mehrere Billionen Yuan Europa überhaupt retten?

Zudem hat auch Russland angekündigt, weitere Anleihen von auf der Kippe stehenden europäischen Staaten aufkaufen zu wollen. Überrollen uns jetzt also die rohstoffreichen Staaten mit ihren aber-Milliarden an druckfrischen Dollar, Rubel und Yuan?

Wie ist Ihre Meinung dazu? – Werden wir in Zukunft nicht nur vom russischen Erdgas, sondern auch vom russischen Rubel abhängig sein? Wird uns China finanztechnisch in die Mangel nehmen? Und wohin wird das Ganze führen, wenn die Europäer auch mit den zu erwartenden Milliarden aus dem Osten die Wende nicht schaffen sollten?

Kostenlose Updates

Tragen Sie unten Ihre Email-Adresse ein, um neue Artikel per Mail zu erhalten:

Wir hassen Spam genau wie Sie und geben Ihre Daten in keinem Fall an Dritte weiter!


Wie Sie erfolgreich in den Mega-Trend Energiewende investieren

Wenn Sie in die Energiewende investieren wollen, bieten sich Ihnen heutzutage enorme Chancen.

Doch die Risiken sind nicht ohne.

Viele Investoren sind auf kurzfristige Gewinne aus und machen den Markt dadurch unberechenbar.

Deshalb setzten gerade langfristige Investments eine solide Wissengrundlage voraus.

Was genau von Relevanz ist und welche Branchen die erfolgversprechendsten sind, erfahren Sie im kostenlosen Sonderreport zur Energiewende in Deutschland.

Mehr erfahren


Die Kommentarfunktion ist geschlossen.