Energiemix in Deutschland: Atomkraft macht Platz für Erneuerbare Energien

Bis 2022 sollen alle deutschen Atomkraftwerke stillgelegt werden. Damit ist der Weg für eine echte Energiewende bereitet.

Dies wird eine Umschichtung des Energiemix zur Folge haben, wobei der Anteil der regenerativen Energien deutlich zunehmen wird.

Die Agentur für Erneuerbare Energien prognostiziert für das Jahr 2020 einen Anteil Erneuerbarer Energien von 47% an der Gesamterzeugung.

Doch wie sieht eigentlich der aktuelle Strommix in Deutschland aus?

Energiemix in Deutschland

Fossile Energieträger tragen mehr als 50% zur Stromproduktion bei

Fossile Energieträger machen derzeit mehr als die Hälfte der deutschen Stromproduktion aus. Während Braun- und Steinkohle 23% bzw. 19% beitragen, liegt der Anteil von Erdgas bei 13%.

Es ist trotz des Vormarschs der Erneuerbaren Energien allerdings unwahrscheinlich, dass der Energiebeitrag von Kohle und Gas mittelfristig abnehmen wird. Denn die alternativen Energieträger werden die fossilen Energiequellen vorerst nicht ersetzen können, obwohl enormes Ausbaupotenzial besteht.

Rund 22% des Stroms kommt aus Atomkraft

Aktuell stammen noch etwa 22% der deutschen Stromerzeugung aus Atomreaktoren. Bislang wurde dieser Anteil von den 17 deutschen Atomkraftwerken beigesteuert. Infolge der Katastrophe in Fukushima wurden jedoch acht Meiler für drei Monate stillgelegt.

Nach der jüngsten Entscheidung der Bundesnetzagentur werden sie den Betrieb auch nicht wieder aufnehmen. Es besteht für die Erneuerbaren Energien also genügend Raum zur Entfaltung. Das Bundesumweltministerium ist der Ansicht, dass der Ausfall der Atomkraft vollständig durch Erneuerbare Energien ausgeglichen werden kann.

Anteil der Erneuerbaren Energien bei 17%

17% der deutschen Stromproduktion stammt aus regenerativen Quellen. Dabei entfallen 2% des gesamten Energiemix auf die Photovoltaik, welche auf Anlagen mit einer Gesamtfläche von rund 13 Mio. Quadratmetern generiert werden. Hier besteht weiteres Aufwärtspotenzial.

Wasserkraft trägt 3,3% zur Stromerzeugung bei. Da die meisten in Frage kommenden Standorte schon genutzt werden, ist allerdings kaum noch eine Steigerung möglich.

Weitere 5,5% des Energiemix entfallen auf die Gewinnung aus Biomasse. Allerdings dürfte das Zugpferd der Erneuerbaren Energien künftig in der Windkraft bestehen, die derzeit 6,0% zur Stromproduktion beiträgt.

Das liegt zum einen an dem großen Ausbaupotenzial, wie etwa in Form von Offshore-Windparks. Zum anderen ist der technische Fortschritt der Windkraftwerke gewaltig. So wurde die Energieausbeute in den vergangenen 15 Jahren um das Zehnfache gesteigert.

Unter den deutschen Bundesländern hat übrigens Mecklenburg-Vorpommern mit mehr als 50% der Stromproduktion den höchsten Anteil an Erneuerbaren Energien im Strommix (Stand 2009). Das dürfte jemanden, der schon einmal eine Bahnreise durch Mecklenburg-Vorpommern unternommen hat, nicht überraschen. Windkraftwerke sind dort inzwischen ein fast allgegenwärtiges Landschaftsmerkmal geworden.

Können Erneuerbare Energien die Atomkraft schnell genug ersetzen?

Die Erneuerbaren Energien stellen bereits einen beachtlichen Teil des deutschen Energiemix. Allerdings ist klar, dass vor dem Hintergrund des Atomausstiegs noch deutlich mehr geschehen muss, um den Wegfall der Atomenergie zu kompensieren.

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Was denken Sie? Ist es tatsächlich möglich, die Atomenergie durch erneuerbare Energiequellen zu ersetzen?

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2 Gedanken zu “Energiemix in Deutschland: Atomkraft macht Platz für Erneuerbare Energien

  1. Das wird nur funktionieren wenn man zukünftig Energie besser speichern kann und Anreize für private Haushalte schafft. Die derzeitige Technologie reicht dafür nicht aus. Andere Energiequellen wie die Brennstoffzelle und Wasserstoff werden aus bekannten Gründen tot geschwiegen. Die Erdöl Lobby läßt grüßen.
    Statt Atommeiler werden kurzfristig Gas- oder Kohlekraftwerke benötigt um Energielücken aufzufüllen. Die will man aber auch nicht. Es wird immer deutlicher, dass Biogas ein Flop wird. Gazu musste man aber erst auf über 30% der Agrarflächen Mais anpflanzen. ES FEHLT – WIE LEIDER VIEL ZU OFT – EINE KLARE STRATEGIE! Stattdessen herrscht Aktionismus.

    • Klare Strategien sind eine Super-Sache, so lange sie sich umsetzen lassen. In Sachen Stromtrassen und Speicherkraftwerken wird es von Seiten der Bevölkerung noch große Widerstände geben. Andererseits will aber auch fast niemand mehr für Strom und Gas bezahlen. Wie soll das nun aber zusammenpassen? – Eine Patentlösung haben auch die Streitbaren nicht. Meine Meinung ist, dass die Energiewende umgesetzt werden wird, zwar auf Kosten der Verbraucher, aber dieser ist in Deutschland noch lange nicht an dem Punkt angekommen, an dem er wegen ein oder zwei mehr Steuergesetzen auf die Straße gehen wird.