Tausche gespaltene Partei gegen Weltrettung

Weltuntergang einstweilen verschoben

Es ist also doch noch vollbracht worden! – Die Welt wurde kurzzeitig vor dem Untergang bewahrt, die USA gehen (vorerst) nicht pleite.

Auf den ersten Blick erscheint der Kompromiss, den Obama mit seinen neuen innenpolitischen Freunden von der Tea Party Bewegung ausgeschachert hat, als Sieg für den Präsidenten.

Dieser muss zwar wohl Einschnitte im sozialen Bereich hinnehmen und darf die eigentlich zu niedrigen Steuern zunächst nicht erhöhen, erhält nun aber in zwei Tranchen bis zu 2,4 Billionen – nein, sagen wir lieber zweitausendvierhundert Milliarden (das hört sich weniger vorstellbar an) – US-Dollar mehr an Spielraum, was ihn tatsächlich über die nächsten Wahlen, die im kommenden Jahr anstehen, hinwegbringen würde.

Doch gerade das schienen die Republikaner unter Federführung ihres rechten Flügels, der Tea Party, doch mit ihrer Ablehnung einer Erhöhung der Schuldenobergrenze erreichen zu wollen. Präsident Obama derart zu schaden, dass er entweder im kommenden Jahr nicht mehr wiedergewählt wird oder die Erhöhung der Schuldenobergrenze derart gering zu gestalten, dass im kommenden Jahr – kurz vor Beginn der Wahlen – die selbe Diskussion nochmals von vorne beginnt und Obama den Rest gibt.

Zumindest letztgenannter Punkt scheint nun – vorbehaltlich der Zustimmung der beiden Kammern – vom Tisch, denn die 2.400 Milliarden USD werden mindestens bis ins Jahr 2013 hinein reichen.

Was also haben die Republikaner – oder sagen wir lieber die Tea Party Bewegung – nun von all der medienwirksamen Streiterei, wenn nicht dem Präsidenten offen zu schaden?

Nun, da kommt der häufig wichtigere zweite Blick auf das Geschehen ins Spiel. Und der offenbart uns, dass es nun wiederum in der Demokratischen Partei des Präsidenten kräftig rumort. Denn vor allem die linken Demokraten können und wollen nicht verstehen, dass nun als Gegenzug zur Erhöhung der Schuldengrenze etwa 2,5 Billionen USD vor allem im sozialen und gesellschaftlichen Bereich eingespart werden müssen. Dies beträfe vor allem Kinder, Jugendliche, Alte und Kranke. Nicht gerade die Wählergruppe der Republikaner, von daher aus deren Sicht vernachlässigbar.

Die Demokraten befinden sich hingegen mehr und mehr in der Auflösung oder zumindest innerhalb eines schwelenden Spaltungsprozesses. Übrigens genauso wie die amerikanische Nation.

Während die Zustimmung für eine Wiederwahl Obamas vor wenigen Wochen noch bei 55% lag, steht es jetzt nur noch 50 zu 50 zwischen den Gefolgsleuten Obamas und denen, die lieber einen Republikaner auf dem Thron sehen würden.

Fazit: Operation gelungen, Patient tot! – Naja, vielleicht nicht ganz. Denn außerhalb der USA jubeln schon wieder alle. Die nächste drohende Krise wurde mal wieder durch die Entscheidung zu mehr Schuldenmacherei abgewendet. – Vorerst, denn der große Knall kommt dann eben später.

Nannte man sowas nicht früher immer Blase? – Was bleibt sind Fragen wie: Wann platzt die Blase? Wie lange kann man jenseits wie diesseits des Atlantiks den finanztechnischen Urknall noch hinauszögern? – Und die wohl wichtigste Frage: Gold oder lieber doch Silber?

Eine Antwort darauf gibt es in der kommenden Ausgabe des First Mover. Ich bin zunächst einmal aber auf Ihre Meinungen zum Thema gespannt.

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4 Gedanken zu “Tausche gespaltene Partei gegen Weltrettung

  1. Hello Tim
    Fuer die naechste Zeit sollen wir auf jedem Fall eine Mischung von Gold und Silber gegen Geld kaufen, zum Teil sogar Gold- und Silbermuenzen als “Kleingeld”. Ob/wenn aber die grosse Pleite kommt, werden wahrscheinlich Gold und Silber nicht viel helfen. Entweder wird die Regierung das Gold von uns wegnehmen, wie schon mal in den USA passiert ist, oder wir laufen die Gefahr ein, dass Gold/Silber auf einmal sein Wert verliert, weil wir Metal nicht essen koennen.
    Also sollen wir immer bereit sein, unser Gold/Silber rechtzeitig zu verkaufen und mit den noch brauchbaren Euro usw auf laengerer Zeit gut haltbare Nahrungsmittel anhaufen. Denn mit dieser Pleite gibt es die grosse Moeglichkeit, dass der Welthandel zu einem grossen Stopp kommt.
    Warum sind unsere Ploitiker so bloed?
    MfG HY

    • Ja, eine gewisse Autarkie kann ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht schaden. Wer die Meinung vertritt, dass der Ernstfall (Hyperinflation, Gewalt, einstweiliger Zusammenbruch der gesellschaftlichen Systeme) in absehbarer Zeit eintreten könnte, der sollte schon jetzt damit anfangen, sein Eigenheim autark zu gestalten. Ich kenne übrigens einige Experten aus dem Edelmetallsektor, die das schon längst in die Tat umgesetzt haben.

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