Rod McIllree von Greenland Minerals zu Seltene Erden

Seltene Erden werden immer wichtiger für die weltweite High-Tech-Branche. China produziert mehr als 95% aller Seltenen Erden weltweit, reduzierte gleichzeitig aber seine Exporte von 2006 bis 2010 um 50%.

Greenland Minerals und Energy Ltd. besitzt das größte Seltene Erden – Projekt außerhalb Chinas und will von diesen Faktoren in Zukunft massiv profitieren.

Wir sprachen mit Managing Director Rod McIllree über die unvergleichlichen Möglichkeiten, die Greenland Minerals im kommenden Boom-Markt Seltene Erden haben dürfte.

FM: Rod, welchen Fortschritt konnten Sie auf Ihrem Kvanefjeld Projekt seit unserem letzten Treffen vor etwa einem Jahr verzeichnen?

Rod McIllree: Die wichtigste Errungenschaft, die wir 2010 verzeichnen konnten war die Lockerung der Einstellung der grönländischen Regierung hinsichtlich unseres Beiprodukts Uran und die Erlaubnis, das Kvanefjeld Projekt inklusive des Urans komplett bewerten zu dürfen.

Dies stellte einen wichtigen Meilenstein für Greenland Minerals dar, da wir eine Menge an Zeit und Mühe in die Weiterentwicklung unserer Zusammenarbeit mit der grönländischen Regierung investiert hatten.

Wir mussten ihnen klarmachen, dass es sich bei Kvanefjeld um ein Projekt handelt, das in mehrerlei Hinsichteinen unvergleichlich hohen Wert für Grönland besitzt. Die Regierung nahm einige Änderungen an ihrem Mining Act vor, was es uns zum ersten Mal erlaubte, auch Uran-Vorkommen mit in eine Machbarkeitsstudie einfließen zu lassen.

Grönland ist also eine Art Testfall für diese neue Art von Regularien. Wir können nun sehr vertrauensvoll die Machbarkeitsstudie in Angriff nehmen. Vertrauensvoll in dem Sinne, dass nun erstmalig rechtmäßige Rahmenbedingungen für die Einbeziehung der Uran-Ressourcen bestehen.

Weitere wichtige Ereignisse des letzten Jahres waren mit Sicherheit die Entdeckung der neuen Zonen 2, 3 und Steenstrupfjeld, welche zusätzliche Mineralisationen innerhalb unseres Lizenzgebiets darstellen.

Wir sind sehr erfreut über Zone 2 und 3, die längerfristig gesehen ähnlich hohe Tonnagen mit höheren Graden als Kvanefjeld selbst ergeben werden. Wichtig zu wissen ist, dass dieser so genannte Bulk Rock Type, also die Vorkommen mit hohen Tonnagen in der Tiefe miteinander verbunden sind.

Dies ist die Bestätigung dafür, dass es sich dabei um das größte Vorkommen von Seltenen Erden außerhalb Chinas handeln muss. Wir werden gerade auch deshalb in diesem Jahr weitere Bohrarbeiten in den Zonen 2 und 3 durchführen.

Aktuell arbeiten wir daran, die Beteiligung der Landeigentümer weiter voranzutreiben sowie an Studien über die Auswirkungen auf die Umwelt und die umliegende Bevölkerung, welche kritische Elemente zur Erstellung der definitiven Machbarkeitsstudie darstellen. Es wird etwa 18 Monate dauern bis diese Studie abgeschlossen sein wird. Zum Ende dieser Zeitschiene wollen wir ein Pilot-Test-Programm durchführen, um zu definieren, welche Art von Rohstoff-Outputs wir produzieren werden können.

Alles in allem haben wir in mehrerlei Hinsicht ein sehr wichtiges Jahr hinter uns. Jetzt ist unser Unternehmen bereit, auf eine vertrauensvolle Weise in die nächste Bewertungs-Periode einzuschwenken.

FM: Welche weiteren Meilensteine wollen Sie in den kommenden 12 Monaten erreichen?

Rod McIllree: Die Machbarkeitsstudie wird einige Standard-Komponenten technischer, finanzieller, umwelttechnischer und sozialer Art beinhalten.

Der gesamte Prozess, der in Grönland in den kommenden Monaten stattfinden wird, wird vor allem daraus bestehen, sich mit den einzelnen Landeigentümern, inklusive dem Gemeinderat, der direkt betroffenen Bevölkerung, der Verwaltung und der Regierung zusammenzusetzen, um bestimmte Parameter wie die Infrastruktur, Häfen, Straßen, Räumlichkeiten, etc. zu bestimmen, die diese Leute für eine weitere Entwicklung des Projekts begrüßen würden.

Darüber hinaus werden wir weitere Bohrarbeiten auf den Zonen 2 und 3 durchführen, um die dort vorhandenen Ressourcen näher zukommenden Wochen eine erweiterte Ressourcenschätzung für Kvanefjeld veröffentlichen können.

Darüber hinaus wollen wir in den kommenden Monaten auch Ressourcenupgrades für die Zonen 2 und 3 erarbeiten. Gerade diese Schlüsselareale, in die das Unternehmen schon eine Menge an Zeit und Ressourcen investiert hat, bedeuten eine Steigerung des Unternehmenswerts und genau darauf wartet der Markt.

Die Möglichkeit, weiteren Wert zu generieren wird auch einen positiven Effekt auf alle Aspekte, die die Studie betreffen, haben. Inklusive einer signifikanten Reduktion der Kapitalkosten.

All diese Studien werden in Kooperation mit verschiedenen Gruppen in Nordamerika und Australien erstellt und ich glaube, dass die Resultate sehr vielversprechend sein werden. Anleger sollten in den kommenden Monaten mit einigen positiven Meldungen rechnen.

FM: Welche Anzeichen dafür, dass Kvanefjeld eine strategische Bedeutung für Nordamerika und Europa haben dürfte, können Sie aktuell erkennen?

Rod McIllree: Dadurch, dass die grönländische Regierung ihre Unterstützung für das Projekt signalisierte, wuchs das Interesse internationaler Gruppen. Es handelt sich dabei um Gruppen aus Europa, Nordamerika und Asien.

Ich denke, dass einer der wichtigsten Punkte, den wir in den kommenden 12 Monaten zu erledigen haben, die Erstellung einer überschaubaren Liste von möglichen Partnern sein wird, die uns dabei helfen können, das Projekt bis zu einem finalen Punkt weiterzuentwickeln.

FM: Ärgert es Sie manchmal, dass Kritiker Ihr Projekt immer nur auf den kleinen Anteil an Uran reduzieren, statt die enormen Möglichkeiten der Seltenen Erden wahrzunehmen?

Rod McIllree: Ein großer Teil unserer Arbeit während der vergangenen Jahre bestand darin, zu demonstrieren, dass es sich bei Kvanefjeld um ein großes Seltene Erden – Projekt mit einem kleinen Anteil an Uran handelt.

Der wichtigste Gesichtspunkt des Urananteils ist die Tatsache, dass dieser für das Projekt als eine Art Stabilisierungsfaktor dienen kann und es uns sogar erlaubt, das Projekt bankfähig zu machen.

Grönland nimmt eine strategisch wichtige Position zu den wichtigen Uran-Nachfragern wie Frankreich oder den USA ein und ebenso für das gesamte Spektrum an Seltenen Erden. Und das ist etwas, was Grönland längst realisiert hat.

FM: Wie hoch ist der Anteil der so genannten Heavy Rare Earths auf Ihrem Projekt?

Rod McIllree: Deren Anteil bewegt sich zwischen 12 und 15%. Unser Hauptfokus richtet sich gerade eben auf diese hochpreisigen Heavy Rare Earths. Das Projekt wird eine langfristig ausgelegte Produktion ermöglichen.

Und gerade das ist warum das Projekt eine Menge Aufmerksamkeit internationaler Gruppen und Regierungen auf sich zieht. Kvanefjeld könnte einmal 20% und mehr der globalen Nachfrage nach Seltenen Erden abdecken, und das über einen langen Zeitraum.

FM: Warum sollte man gerade jetzt in Greenland Minerals investiert sein?

Rod McIllree: Die nächsten 12 Monate werden einige sehr wertsteigernde Fortschritte für unser Unternehmen hervorbringen. Wir werden eine neue Ressourcenschätzung veröffentlichen, die einmal mehr unter Beweis stellen wird, dass dieses Projekt von globaler Bedeutung ist. Die Identifizierung der neuen Zonen 2 und 3 wird weiterhin dafür sorgen, dass die Welt auf dieses Projekt schaut.

Wir werden in den kommenden Monaten die dortigen Ressourcen weiterhin bebohren und erwarten, dass diese Zonen von der selben Größe sind, wie Kvanefjeld selbst und zudem noch höhere Grade aufweisen.

Durch die weitere positive Entwicklung auf politischer Ebene und hinsichtlich der Einbindung der dortigen Landeigentümer, wird es zum Ende des Jahres zu einer Neubewertung der Aktie kommen, vor allem auch wegen der zusätzlichen Studien, die zur Optimierung des Projekts und zur Reduzierung der Kapitalkosten beitragen werden.

Wir erwarten, dass sich die Kapitalkosten von 2,3 auf 1,4 Milliarden USD reduzieren lassen. Außerdem wird es wichtig sein, das niedriggradige Projekt mit hoher Tonnage durch die Beseitigung von nur schwach mineralisiertem Gestein in eine höhergradige Ressource überzuführen.

Ich denke, das ist der Schlüssel, auf den der Markt noch wartet. Aus meiner Sicht wird sich Greenland Minerals in 2011 selbst neu definieren.

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